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Unserer Meinung nach haben sich
Dr. Herbert Wagner, Oberbürgermeister von Dresden und
Dr. h.c. Helmut Kohl, 1. Bundeskanzler des wiedervereinigten
Deutschlands
durch ihre historischen Leistungen das Recht auf eine letzte Ruhestätte
in der Frauenkirche geradezu verdient.
Der Erstere wegen seine Verdienste um das Zustandekommen und die Durchführung
des Wiederaufbaus der Frauenkirche.
Auf Grund seiner städteplanerischen und politischen Weitsicht hatte er
in seiner Funktion als Oberbürgermeister der Stadt Dresden den Wiederaufbau
gegen heftigste Widerstände gefördert und im Grunde erst ermöglicht.
Das historischen Verdienst Dr. Helmut Kohls ist allgemein bekannt und
schon weltweit gewürdigt worden.
Die Initiative möchte hier jedoch nochmals ausdrücklich auf
seine historische Rede am 19. Dezember 1989 auf den Trümmern der Frauenkirche
hinweisen, die den Grundstein zur Wiedervereinigung und somit auch zum
Wiederaufbau der Frauenkirche legte. Sie verknüpfte das persönliche
Schicksal Dr. Kohls mit dem Schicksal unserer Frauenkirche aufs innigste.
Wir wissen aus e-mails, die uns erreicht haben, daß der Eindruck
entstand, die Ehrengräber sollten Politikern vorbehalten werden bzw.
die Initiative wäre parteipolitisch gebunden.
Dem ist nicht beileibe nicht so. Wir würden gerne jeden Bundeskanzler
begraben, egal welcher Partei er angehört.
Doch wenn jeder Bundeskanzler in unserer Frauenkirche zu liegen kommt, wie
sollte man da den Bundespräsidenten einen Platz verwehren, wo diese doch
protokollarisch die ersten (bisher) Männer des Staates sind?
Die Plätze sind begrenzt und dann gäbe es wirklich ein Primat
der Politik, das wir so nicht wünschen.
Auch Dr. Helmut Kohls Platz ist beleibe nicht unumstritten. Wir akzeptieren
das. Keine Kritik wurde bisher am Vorschlag geübt, Herrn Dr. Wagner
in der Frauenkirche zur Ruhe zu betten.
Wir würden es ausdrücklich begrüßen, wenn uns Vorschläge
zu Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst erreichen würden.
Das einzige Kriterium ist, daß die vorgeschlagenen Personen sich
auf einzigartige Weise um Deutschland, Dresden, die Frauenkirche und den
Neumarkt verdient gemacht haben.
Die Vorschläge sollten auf breiten Konsens treffen, wir alle sollten
die vorgeschlagenen Personen gerne in der Kirche liegen sehen.
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