Dipl. Historiker, geb. 1936 in Dresden, lebt seit 1945 in
Lübeck:
"Egal wie mans dreht, historische Krisen greifen immer
in persönliche Lebensläufe ein - und Personen in
die Historie. "
Andrea Haasz,
Naturheilpraktikerin, geb. 1961 in Lübben, lebt und
arbeitet seit 1990 in Bitterfeld:
"Wir werden und wir vergehen, keiner kann das Altern,
Krankheit und Tod ignorieren - die Ablehnung von Ehrengräbern
ist auch das Verdrängen des Alterns"
Holger Böse,
Lehrer (Mathematik/ Kunstgeschichte),
geb. 1961 in Coswig (Dresden), lebt seit 1990 in Köln
und arbeitet derzeit als Theaterpädagoge:
"Ich bin Dresdner, und ich bin jetzt Kölner - meine
persönliche Geschichte ist von der Geschichte Deutschlands
nicht zu trennen."
Ralf Hehlmann,
Maurer, geb. 1960 in Hatzfeld,
lebt seit 1992 in Dresden, z.Z. arbeitslos:
"Es gibt Menschen, die größer als andere sind,
die mehr als wir alle getan haben. Sie haben sich einen Ort
der Ruhe verdient."
Fritz Emmanuel Meyer,
Brunnenbauingenieur, geb. 1942,
erlebte die Zerstörung Dresdens, lebt, wenn nicht auf
Montage, in Dresden
"Dresden hat ein besonderes Verhältnis zur Kultur.
Konservativ und bewahrend bauen wir das verlorene Alte neu.
Die Ehrengräber Deutschlands sollten in Dresden sein."
Die Initiatoren lernten sich 1989 zufällig bei der historischen
Rede Dr. Helmut Kohls an der Ruine der Frauenkirche kennen. Beim
nachfolgenden gemeinsamen Gaststättenbesuch vertieften wir unsere
Bekanntschaft und treffen uns seither in regelmäßigen
Abständen in Dresden.
Schon in den frühen Neunziger Jahren, als sich die bevorstehende
Realisierung des Wiederaufbaus der Frauenkirche abzeichnete, wurde bei
einem dieser Treffen die Idee eines Ehrengrabes in Dresden geboren. Wir
betrachten die Initiative als unseren legitimen Beitrag zur inneren Einheit
Deutschlands